Pressespiegel
Hier finden Sie einige Pressestimmen über Veranstaltung
der Kantorei und der capella cantabilis.
Für Nachfragen steht Ihnen unsere Presseprecherin zur Verfügung.
Carmina Burana
Das zahlreiche Publikum konnte sich an insgesamt 145 Minuten klangschöner, vitaler und theatralischer Musik erfreuen. Die verschiedenen Solisten und Ensembles arbeiteten passgenau Hand in Hand, die umsichtige Leitung durch Ute Debus garantierte die Einhaltung der Balance, die koordinierten Einsätze und die gezielten theatralischen Effekte, die trotz des großen Aufgebots bei Carl Orffs "Carmina Burana" punktgenau saßen und der Kantate [...] maßgeblich zur zündenden, pulsierenden, vorwärtsdrängenden Elastizität und damit zum großen Publikumserfolg verhalfen. [...] Mit [...] Mozarts Konzert für Flöte und Orchester [...] erfreute das Orchester der Universität Siegen [...] die vielen Zuhörer, die der großartigen Solistin Eva-Maria Pfisterer (Querflöte) anhaltend applaudierten [...] Alle Schaffenden hatten sich nicht nur Mühe gegeben: Dank intensiver Probenarbeit gelang das Wagnis zur gemeinsamen Freude aller. Ein Wagnis, das die kulturelle Präsenz des Siegerlandes bewies und, mit einem anderen Programm, noch einmal gewagt werden sollte!
Siegener Zeitung, 12.07.2011
Der unbefangene Hörer möge sich nicht täuschen: Mit musikalischem Schwung allein lässt sich diese Partitur (Anm.: Carmina Burana) nicht realisieren. Es bedarf vieler Vorbereitungsarbeiten und hoher Konzentration von allen Beteiligten, bis diese Lyrik so klingt, dass Zuhörer jeden Anspruchsniveaus wirklich gepackt werden. Einerseits machte die Vielzahl der Gesangsformationen sinnerhellende Ausdruckswechsel möglich und brachte im Zusammensingen soviel Volumen, dass die Sängerinnen und Sänger nie die Grenzen des Wohlklangs überschreiten mussten. Andererseits ist es schwer, alle immer auf einer Linie zu halten – aber Ute Debus schaffte das. [...] Die Gesangssoli waren hervorragend besetzt. [...] Das Publikum war begeistert – auch schon von den Leistungen im ersten Teil, als das Universitätsorchester Respighis "Antique Danze ed Arie per Liuto" spielte – mittelalterliche Weisen in romantischer Verkleidung. Besonders gut kam Mozarts Flötenkonzert an, gespielt von Eva-Maria Pfisterer, die mit ihrem Instrument den großen Raum scheinbar mühelos füllte und ihr souveränes Spiel so artikulierte, dass die Zuhörer ihre mozartische Phrasierung genießen und dabei jeden einzelnen Ton wahrnehmen konnten. Insgesamt ein bemerkenswerter Abend.
Westfälische Rundschau, 11.07.2011
Rossini: Petite Messe solennelle
Ute Debus und die fantastisch einstudierte und agierende capella cantabilis [...] bescherten den zahlreichen Zuhörern in der Nikolaikirche einen schönen Abend [...] Der im Kyrie einsetzende Chor überzeugte von den ersten Tönen an durch einen schlanken, geschmeidigen Ensembleklang [...] Bei all den sehr verschiedenen Traditionsanleihen und Ausdruckshaltungen überzeugte die capella cantabilis als Hauptträger des starken, auch expressiven Ausdruckswillens dieser Messe. [...] Die Gesamtanlage, aber auch viele einzelne Stellen, besonders die Solo-Passagen für die vier Solisten, überzeugten und entzückten [...] So schwer es auch fällt, Einzelnes und Einzelne dieses Gesamtwerks und aus dem Ensemble herauszuheben, so muss doch das Tenorsolo "Domine Deus" genannt werden, das Manuel König und ein großartig aufspielender Christoph Sobanski am Flügel virtuos, packend und bravourös meisterten [...] Nach den effektvollen Schlusstakten wurden die Ausführenden minutenlang stehend gefeiert.
Siegener Zeitung, 25.05.2011
Um es vorwegzunehmen: Was Wagnis zu sein schien, wurde ein großer Erfolg: minutenlange Ovationen. [...] Die "capella cantabilis", besetzt mit 23 Sängerinnen und Sängern, brachte Rossinis Intentionen in angenehmster Weise zu Gehör, ohne geschmackliche Kompromisse zu machen. [...] In der Interpretation der Solistinnen Marietta Zumbült und Christine Wehler gewannen die Sopran- und Altpartien großes Belcantoformat. Manuel König als Tenor und Thilo Dahlmann als Bass übersetzten das religiöse Empfindungsdrama aus dem Italienischen ins Deutsche [...] Ryoko Morooka nutzte die Möglichkeiten des Harmoniums total, um die besondere Note dieses Werkes zu Gehör zu bringen. Ute Debus darf sich bestätigt fühlen durch einen Erfolg, den sie durch ihre zielstrebige Probenarbeit und ihr nicht locker lassendes Dirigat herbeigeführt hat.
Westfälische Rundschau, 24.05.2011
Bach und Mozart
Erschütternde Kraft
Den Interpreten unter der Leitung von Ute Debus gelang ein atmosphärisch-stimmungsvolles Konzert. [...] Die kunstvoll polyphon konstruierten, koloraturenreichen "Kyrie" und "Gloria" in J. S. Bachs Missa [...] ließen einen konzentrierten, vernehmbar gut vorbereiteten Chor hören, dem gemeinsam mit der makellos aufspielenden Camerata instrumentale Siegen im komplexen Geflecht der Klangschichtungen ein beachtlicher Grad an Differenziertheit gelang. [...] Mit nun vergrößertem Orchester gingen die Akteure an das mächtige d-Moll-Werk von Mozart [...] Der Kantorei gelangen im "Hostias" schöne Lautstärke-Kontrastierungen und besonders im "Lacrimosa" eine zutiefst ergreifende Stimmung. Ein atmosphärisch dichtes Konzert der Art, wie man sie von der Kantorei kennt und schätzt.
Siegener Zeitung, 04.04.2011
The Messiah
Ute Debus spannte mit dem gut einstudierten Chor, der wunderbar strahlende Akzente ebenso zu setzen wusste wie er Mut zu machen verstand, der staunend das Wirken des Gottessohnes beschrieb und menschliches Verhalten ablehnend kommentierte, der ehrfurchtsvoll und verheißungsvoll die Zukunft des Gläubigen schilderte, einen Bogen schlug von der Geburt des Erlösers, über sein Sterben und Auferstehen zur Zukunft der Menschheit in Gottes Licht. [...] Vor allem beim "Paradestück" schlechthin, dem berühmten "Hallelujah" am Ende des zweiten Teiles, beweis der Chor [...] seine Qualität. Dieses freudestrahlende Lob Gottes wurde vom Chor im Kontext des Oratoriums interpretiert, als ein überzeugter Lobgesang, der sich auf die göttlichen Zusagen stützt und sich aus den vorangegangenen Passagen entwickelt, nicht als ein "Knaller", der einfach musikalisch mitreißt. [...] Das Konzert war eine musikalisch wie gedanklich wunderbare Vorbereitung auf das Weihnachtsfest.
Siegener Zeitung, 21.12.2010
Der Chor war auf seinen umfangreichen Part bestens vorbereitet, er setzte die Impulse der Dirigentin aufmerksam und engagiert um und entwickelte dabei einen Chorklang, der in allen dynamischen Abstufungen klare Tonsubstanz hatte. [...] Die vielen Konzertbesucher [...] würdigten die Leistungen der Musikanten und Sänger lang anhaltend und intensiv - sicher dankbar für zwei Stunden großartiger Musik, auch als Kontrastprogramm zu manchem Vorweihnachtslärm.
Westfälische Rundschau, 21.12.2010
Mixes Voices
Kantorei-Projekt Mixed Voices begeisterte im Gläsersaal
"Etwas fürs Herz" war am Sonntagabend im Gläsersaal zu
erleben – das Kantorei-Projekt Mixed Voices feierte mit Ralf Grösslers
"Missa Parvulorum Dei" und John Rutters "Mass Of The Children" seine
gelungene Premiere unter der Gesamtleitung von KMD Ute Debus. Die
intensive Probenarbeit hatte sich gelohnt, das Ergebnis konnte sich
hören lassen! [...] Mit Schwung setzte die Sopranistin Marietta Zumbült ein.
Bald darauf ließ sich auch der Chor von den Gospelklängen mitreißen.
Sichtlich Spaß machte es ebenfalls der Dirigentin, ihren Chor und das
Orchester zum "Swingen" zu bringen [...] Der Höhepunkt des Konzerts folgte
nach der Pause mit Rutters "Mass Of The Children". Beeindruckend war
schon die Kulisse, die sich bot – nicht nur klanglich. Zusammen mit der
Camerata und der Kantorei sangen der Mittelstufenchor der
Fritz-Busch-Musikschule und der Kinder- und Jugendchor Siegen-Süd. Und
so ging den Zuhörern gleich das Herz auf, als beim ersten Satz, dem
Kyrie, die Kinder und Jugendlichen anfingen, ihre Stimmen mit Gotteslob
hören zu lassen. [...] Daneben brillierten auch die beiden Solisten Maretta
Zumbült und Jens Hamann. Die beiden international bekannten Sänger
harmonierten in ihren Duetten und den Wechselgesängen mit dem Chor in
eindrucksvoller Weise. [...] Am Ende gab es viel Applaus – und eine
Dirigentin, die "very amused" war.
Siegener Zeitung, 11.05.2010
Passionskonzert
Die Zuhörer konnten sich dem starken Eindruck dieser
Musik nicht entziehen. Das überrascht nicht. Gelang es
Kirchenmusikdirektorin Ute Debus doch, allen Mitwirkenden äußerste
Intensität abzufordern. Die Chorstimmen wirkten in allen Lagen und auf
allen dynamischen Stufen klangschön. Die Camerata instrumentale
vermochte ihrem scheinbar simplen Orchestersatz konzertante Größe zu
geben.
Westfälische Rundschau, 22.03.2010
KMD Ute Debus wagte mit ihrem stimmlich gut
aufeinander eingestellten Auswahlchor der Kantorei, der 1998 gegründeten
capella cantabilis, und zusätzlich eingeladenen Solistinnen und Solisten
den gelungenen Versuch, Buxtehude aufzuführen. [...] Das Publikum honorierte
das gelungene Konzert, lobte das homogene Dirigat von Ute Debus, zum
Teil stehend, mit lang anhaltendem Applaus. Zurecht: Abseits von
Johannes- oder Matthäuspassion bereiten manchmal (Wieder-)Entdeckungen
wie diese große Freude.
Siegener Zeitung, 22.03.2010
Tastenzauber
Léon Berben überzeugte mit Orgel- und Cembalomusik
Phantastische Tastenmusik des 18. Jahrhunderts für
Orgel und Cembalo gab es am Sonntagabend mit Léon Berben in der
Nikolaikirche in Siegen zu hören. [...] Schon das erste Stück des Abends, die
Toccata und Fuge in d-Moll, auch unter "Dorische" bekannt (BWV 538) riss
mit und legte Zeugnis für die Meisterschaft Berbens an der Orgel
ab. [...] Berben deckte die Feinheiten und Empfindsamkeiten der Sonata (von
C.P.E. Bach) durch eine hervorragende Fingerfertigkeit und durch ihre
originelle Ornamentik gekonnt auf und überzeugte auf diese Weise auch
hier.
Siegener Zeitung, 23.02.2010
Weihnachtsfreude
Kantorei begeisterte mit "Magnificat" und "Dettinger Te Deum"
Der Chor überzeugte bei beiden Stücken mit
geschlossenem, harmonischem Klang und variationsreicher Darstellung voll
innerer Freude. [...] Das Orchester begleitete frisch und zupackend [...] oder auch
dramatisierend und staunend. [...] Die Musiker verstanden es, unter dem
engagierten und behutsam Akzente setzenden Dirigat von Ute Debus einen
Spannungsbogen zu entwickeln, der vom freudigen Gotteslob der Festfreude
über innige Bitten um Bewahrung zu vertrauensvoller Zuversicht reichte,
der also die allgemeine Freude zu einer persönlichen Erfahrung
steigerte – es war ein Konzert, das wirklich auf Weihnachten
vorbereitete!
Siegener Zeitung, 21.12.2009
Duruflé-Requiem
Gedenken an die Toten in der Nikolaikirche
Kirchenmusikdirektorin Ute Debus musizierte mit der "capella
cantabilis", an der Orgel in Begleitfunktion und solistisch unterstützt
von Gabriel Isenberg.
Das Programm: Werke der hohen und späten Romantik
aus Frankreich und Deutschland mit Vokalkompositionen von Brahms und
Duruflé. Von Brahms sang die [...] capella eines seiner bekanntesten
Werke. [...] Die große Motette "Warum ist das Licht gegeben dem
Mühseligen?" stand am Anfang – ehrfurchtgebietend, aussagekräftig,
aufrüttelnd: "Warum?" – bohrende Frage, von den Chorsängern mit
bemerkenswerter Geschlossenheit des Klanges eindringlich formuliert. [...]
Aber die tonale Abstimmung [beim Duruflé-Requiem] gelang ebenso gut wie
dank guter Verständigung zwischen der Dirigentin und dem Organisten die
Koordination in der Musizierzeit. So entstand auch bei diesem Werk ein
sehr geschlossener Klangeindruck, der durch romantische Agogik in
Dynamik und Phrasierung die Eigenarten dieser im evangelischen Bereich
doch seltener zu hörenden Komposition zur Geltung brachte.
Westfälische Rundschau online, 22.11.2009
Atemberaubend
In der Brahms-Motette zu Beginn setzte der
ausgesprochen rein intonierende Chor scharfe dynamische
Kontraste. [...] Ergreifend gesungen der schlichte Choral am Schluss, dem
sich Isenberg mit dem ebenso melodiösen, liedhaften "Pièce pour Grand
Orgue Nr. 1" anschloss – dramaturgisch gut überlegt. [...]
Bei dem neunteiligen Werk [Duruflé-Requiem] zeigte sich die [...] capella
cantabilis als ausgereiftes Ensemble. [...] Für seine geringe Größe von nicht
einmal 20 Vokalisten erreichte der Chor [...] eine bemerkenswerte Klangstärke.
Dynamisch kann der Chor feinsinnig agieren, wie nicht nur der hauchzarte
Ausklang des Requiems deutlich machte – atemberaubend. [...] Es dauerte
lang, [...] bis das Publikum schließlich den Beifall einleitete. Der war dann
umso länger und herzlicher. Qualität muss belohnt werden.
Siegener Zeitung, 23.11.20089
Raumklang – Klangraum
Stimmgewaltig und virtuos
Das Konzert der Kantorei Siegen zusammen mit dem
Organisten Jürgen Poggel begeisterte die Besucher der Evangelischen
Kirche in Erndtebrück. Unter der Überschrift "Raumklang – Klangraum"
bestritt die Kantorei Siegen unter der Leitung von Ute Debus zusammen
mit dem Organisten Jürgen Poggel ein anspruchsvolles Konzert in der
Evangelischen Kirche…Perfekt gestaltete sich das Konzert durch den
Organisten Jürgen Poggel und die Sonaten Mendelssohns in c-Moll und
A-Dur. Mit seinem virtuosen und gleichzeitig gefühlvollen Spiel wusste
er sein Publikum zu begeistern. [...] Zum Schluss gab es einen langen Applaus
für die Kantorei unter der Leitung von Ute Debus sowie Jürgen Poggel.
"Fantastisch" war auch das Fazit der Zuhörer beim Verlassen der Kirche.
Westfalenpost, 02.11.2009
Die Sänger interpretierten die wunderschöne Musik
Mendelssohn Bartholdys überzeugend, und in der Atmosphäre der
erleuchteten Kirche erhielten die Motetten eine besondere Wirkung [...] die
Musik berührte einfach. Der Chor bewies viel musikalisches Feingefühl,
gestaltete die Werke abwechslungsreich und ließ die an manchen Stellen
eher beeindruckende und anderer Stelle sehr ergreifende Musik [...] lebendig
werden.
Siegener Zeitung, 02.11.2009
Alte Musik in Nikolai
Überaus hörenswert
Der solistische A-cappella-Chor "ensemble vocalitas"
zeichnete Emphase und Klage ausdrucksstark und den vertrackten
Deklamationsrhythmen entsprechend, dabei immer textverständlich, nach
[...] An diesen und den weiteren Wiedergaben machte sich neben dem
Enthusiasmus für diese Musik auch die unbestreitbare Professionalität
der Sänger bemerkbar [...] Intermittiert wurden die Motetten durch das
Gitarrenspiel von Dominik Jung [...] Eine gro0e Ruhe und Gelassenheit
zeichnete sein technisch perfektes, jedem Showeffekt abholdes Spiel aus
[...] Dominik Jung spielt gerade so, dass sich all das intendierte und
Mitschwingende entfalten kann, als versierter Diener, nicht als
Impresario, was umso eindringlicher wirkte [...] Die sechs Künstler
warben nicht nur für sich und ihr Können, sie warben auch für eine Musik
von unbestreitbarem Eigenwert, die es verdient, immer wieder neu zu
Gehör gebracht zu werden.
Siegener Zeitung, 13.05.2009
J.S. Bach: Johannespassion
KMD Ute Debus überzeugte mit ihrer Interpretation der
bekannten Passions-Geschichte. [...] Der präzise agierende Chor
arbeitete diese persönliche Betroffenheit wunderbar heraus, überzeugte
aber auch in seiner Rolle als Volksmenge. [...] Orchester, Chor und
Solisten entwickelten und trugen den Spannungsbogen der Suche nach der
Wahrheit über das Geschehen am Karfreitag und führten die Suche zu einem
zuversichtlichen und strahlenden Schluss.
Siegener Zeitung, 30.03.2009
Es war ein berührendes und ergreifendes
Konzerterlebnis in der evangelischen Kirche in Hilchenbach. [...] Es war
schon beeindruckend, wie die Kantorei den Chorpart dramaturgisch und
stimmlich ausdrucksstark mit dem großartigen Orchester "L'arco"
umsetzte. Eindrucksvoll und stimmlich perfekt setzten die fünf Solisten
jeweils ihren Part in Szene.
Westfalenpost, 30.03.2009
Eine bemerkenswerte Einstudierung von Bachs
Johannes-Passion bot die Kantorei, geleitet von Kirchenmusikdirektorin
Ute Debus und unterstützt vom Barockorchesters L'arco aus Hannover sowie
von fünf exzellenten Gesangssolisten in der evangelischen Kirche
Hilchenbach und in der Nikolaikirche Siegen. [...] Ute Debus hatte den
Chor minutiös auf die anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet, so dass die
letzte Steigerung der dem Werk innewohnenden Spannung im entscheidenden
Moment möglich wurde. [...] Die Instrumentalisten mit ihrem
Konzertmeister Christoph Heidemann passten sich der dramatischen
Grundtendenz des Aufführungskonzepts hervorragend an und leisteten
ihrerseits als Solisten bei der Begleitung der Sänger Hörenswertes.
Westfälische Rundschau, 30.03.2009
Oratorio de Noel und Gloria
Zum unaufgeregten Dirigat von Ute Debus zeigte sich
auch der Chor von seiner feinsten Seite. Sogar in Momenten großer
polyphoner Klangfülle blieb alles wohl strukturiert, liefen die
Sängerinnen und Sänger nicht Gefahr, sich in einem "Klangbrei" zu
verlieren [...] Grund zum Strahlen hatten am Ende Ute Debus und alle
Mitwirkenden: das Publikum klatschte ausdauernd.
Siegener Zeitung, 15.12.08
Bach und Tango
[...] Ganz anders der Choreinsatz bei Astor Piazollas
"Adios Nonino": Hier durchdrangen sich die Instrumente Bandoneon und
Violoncello organisch mit dem großartig intonierenden Chor wie sich auch
das klassische, das moderne und das populäre Idiom wie
selbstverständlich durchdrangen. Ähnlich gelungen und überzeugend
agierten die drei Klangträger in der Piazolla-Bearbeitung "Verano
Porteno", einem weiteren Höhepunkt des Programms.
Siegener Zeitung, 17.11.08
Faszination Stimme
Das Programm "Faszination Stimme" war eines, das jene
Einsicht nach innen ermöglichte, versperrte Wege freiräumte, eines, das
dazu einlud innezuhalten. Das lag nicht nur an den Inhalten dessen, was
die beiden Chöre sangen, sondern insbesondere auch an der Art des
Vortrags. Es war ein A-cappella-Konzert der ruhigen, zurückgenommenen,
oft ganz zarten, zerbrechlichen Klänge. Ein Konzert ohne Getöse, dafür
mit Stimmen, die in all ihrer Zurückhaltung mehr Kraft entfalteten als
manch laut heraus geschmetterter Ton.
Siegener Zeitung, 27.10.08
350 Jahre Krönchen und Taufschale
Das Zusammenspiel des Ensembles Rilegato entzückte die
Zuhörer ganz ohne Anstrengung, ohne vordergründige Volkstümlichkeit
durch klug ausgewählte und zusammengestellte Werke des Barocks und der
Moderne, die wie für das Ensemble geschaffen schienen.
Siegener Zeitung, 09.09.08
Die Orgelmaus
Kantorin Ute Debus und Jürgen Poggel nahmen Publikum
mit auf eine Reise durch das Instrument. [...] Mit dieser vergnüglichen
Reise durch die Orgel, an der kleine und große Zuhörer sowie die
Ausführenden gleichermaßen ihre Freude hatten, konnte das komplizierte
Instrument sicher so manchem nähergebracht werden. Vielleicht verirrt
sich die Orgelmaus ja in Zukunft auch einmal in den ein oder anderen
Kindergarten oder eine Schule; nach der gestrigen Vorstellung sicherlich
eine lohnende Reise!
Siegener Zeitung, 02.09.08
10 Jahre capella cantabilis
Die "kleine Schwester" der Kantorei Siegen ist zehn
geworden. Ein guter Grund zum Feiern. [...] "Wir haben eine Fülle
schönster Perlen auf dem Gebiet der Chormusik gesammelt und erobert"
sagte Chorleiterin KMD Ute Debus zur Begrüßung. Von diesen "schönsten
Perlen" glänzten einige ganz besonders strahlend; die vielleicht edelste
war Messiaens "O sacrum convivium", dem die Sängerinnen und Sänger
ungeheure Spannung verliehen. [...] Ganz viel Seele, ganz viel Gefühl
legten die Sängerinnen und Sänger in Waldemar Ahlens "Sommerpsalm" [...]
Beim Schlussapplaus hielt es das Siegener Publikum nicht mehr auf den
Stühlen.
Siegener Zeitung, 20.05.08
Anton Bruckner: Messe Nr. 3 f-Moll
Ute Debus und der Kantorei ist es hoch anzurechnen,
dass sie die dynamischen Vortragsbezeichnungen ernst genommen haben und
so den Hörern ein eindrucksvolles Bruckner-Erlebnis vermitteln konnten
[...] Dirigentin und Chor dürfen diese Bruckner-Interpretation auf der
Erfolgsseite ihrer Annalen verbuchen.
Westfälische Rundschau, 22.04.08
Telemanns Matthäus-Passion mit der capella
cantabilis
Der 14-köpfige Chor erwies sich als bestens von Ute
Debus vorbereitet, intonierte die schlicht-schönen Choräle gehaltvoll,
mit Fülle, [...] aber immer weit davon entfernt, die Musik zu
überfrachten. Auch die komplexeren Chorsätze wirkten transparent, [...]
und die gesangliche Ausgestaltung des Textes [...] ließ nichts zu
wünschen übrig.
Siegener Zeitung, 17.03.08
Weihnachtsoratorium
Mit dem noch nicht lange wiederentdeckten Gloria von
G.F. Händel eröffneten Streicher, Organist und Sopranistin das
stimmungsvolle, andächtige Konzert. Heidrun Luchterhandt beherrschte die
schnellen Koloratur-Partien virtuos und intonationssicher und gefiel in
den langsameren Abschnitten mit warmem, unaufdringlichem Timbre und
lyrischen Qualitäten. Nachdiesem überaus gelungenen Einstieg
präsentierte sich mit Bach ein bestens eingestellter, sehr transparent
klingender Chor, der jederzeit [...] mit kompaktem und ausgewogenem
Klangbild überzeugte.
Siegener Zeitung, 31.12.07
Musik zum Ewigkeitssonntag mit der capella
cantabilis
Die [...] sehr präzise agierende capella cantabilis,
die durch einen überaus harmonischen Chorklang bestach, stand unter der
gewohnt guten Leitung von KMD Ute Debus, die überzeugend textbezogen
dirigierte.
Siegener Zeitung, 27.11.07
Tröstliche Gottesworte
Kantorei Siegen führte Brahms "Ein deutsches
Requiem" im ausverkauften Apollo-Theater auf
Ausgesprochen deutlich markierte der Chor seine Text,
malte Schlüsselbegriffe [...] regelrecht aus. Besonders schön
reflektierte die Kantorei "Gesagtes" wie das "Herr, lehre doch mich" des
Solo-Sängers [...]. Zweifellos der Höhepunkt in der gesamten Aufführung
war der 5. Satz des Requiems, in dem Marietta Zumbült mit ihrem
prächtigen, glanzvollen Sopran die Jesus-Worte sang der der Chor das
Neu- mit dem Alttestamentlichen [...] verband [...]. Am Ende lohnte lang
anhaltender Beifall die gelungene Kantorei-Premiere im Apollo-Theater.
Siegener Zeitung, 13.11.07
Viele eindrucksvolle Momente romantischer
Gestaltung
Der Chor wirkte sehr überzeugend, wenn die Sänger sich
ganz in die Darstellung ihrer Partien hineinlegen konnten [...]. Sehr
eindrucksvoll gelangen fast alle Passagen, die von dynamischer
Gestaltung leben: Entwicklungen vom Piano zum Forte und zurück [...].
Das waren im Verbund mit flexiblem Spannungsaufbau und Modulationen der
sprachlichen Artikulation große Momente romantischer Gestaltung.
Westfälische Rundschau, 13.11.07
Orgelkonzert mit Léon Berben
Tiefen Eindruck hinterlassen
[...] den Schluss machten drei Werke von Bach, von
denen besonders das letzte [...] mit einer kompakten und runden
Klanggebung tiefen Eindruck hinterließ. Die Zuhörer erlebten ein
Konzert, bei dem die barocken Klangmöglichkeiten der Nikolaiorgel voll
ausgeschöpft wurden.
Westfälische Rundschau, 16.09.07
Festkonzert "60 Jahre Lobgesang"
"Mendelssohns Lobgesang zum 60. Geburtstag"
Die Evangelische Kantorei Siegen wird 60 ...
Strawinskis Psalmensinfonie und Mendelssohns Lobgesang standen auf dem
Programm ... So haben sich denn die Kantorei und Ute Debus mit diesem
Festprogramm auf inhaltliche wie stilistische Extreme ihres Repertoires
zubewegt und zugleich ein höchst anspruchsvolles Arbeitspensum bewältigt
... Dass sich der Chor den diffizilen Herausforderungen durch das
moderne Werk gewachsen zeigte, verdient äußerste Anerkennung
Westfälische Rundschau, 2.5.07
Festkonzert "60 Jahre Lobgesang" mit Strawinski
und Mendelssohn
Die Evangelische Kantorei Siegen hatte es sich nicht
leicht gemacht mit ihrer Programmauswahl zum Festkonzert "60 Jahre
Lobgesang" ... Die ungewöhnlich besetzte "Psalmensinfonie" –
neben den Blech- und Holzbläsern waren lediglich fünf Celli und vier
Kontrabässe seitens der Streicher vertreten, hinzu kamen Pauken, Harfe
und Klavier – fordert ein enormes Maß an Aufmerksamkeit und ist in
diesem Sinne durchaus nicht ohne Mühe zu hören ... Die Vielzahl der
Ausdrucksmittel von monotoner, fast wie erstarrt wirkender Melodik bis
hin zu lebhafter Eruption, rhythmischer Intensivierung und mitunter
schroffer Dissonanz ließ die sehr gut gelungene Aufführung zu einem
spannenden, wenn auch "anstrengenden" Ausflug in den musikalischen
Kosmos Strawinskis werden. Felix Mendelssohn Bartholdys "Lobgesang"
förderte anschließend die "Regeneration" ... Die Kantoristen setzten
sich sehr schön in Szene mit voluminösen Chören wie auch mit dem im
ersten Teil a cappalla vorgetragenen Choral "Nun danket alle Gott" und
präsentierten sich von Ute Debus gut vorbereitet und eingestellt ...
Lang anhaltender kraftvoller Applaus war der Lohn für Ute Debus &
Co. am Ende eines musikalisch sehr gelungenen Festkonzertes zu 60 Jahren
Evangelische Kantorei Siegen...
Siegener Zeitung, 2.5.07
"Besonderes Konzert zum 60. Geburtstag"
Seit 16 Jahren müht sich Ute Debus mit großem Erfolg,
anspruchsvolle und klangschöne Musik zur Aufführung zu bringen und immer
wieder auch selten Gehörtes ins Programm aufzubieten. In diese Kategorie
fällt das erste Stück des Abends, Igor Strawinskis "Psalmensinfonie" ...
Mit Unterstützung eines Teils der Philharmonie Südwestfalen brachten die
"Geburtstagskinder" den Auftakt sehr gut über die Bühne. "Alles was Odem
hat, lobe den Herrn", mit diesem Psalmvers endet der Vokalteil bei
Strawinski und beginnt gleichzeitig der im "Lobgesang" von Felix
Mendelssohn-Bartholdy...
Westfalenpost, 3.5.07
Händel/Mozart "Der Messias"
"Weihnachten und der Messias"
Es war ein Konzert wider den süßlichen
Weihnachtsrummel, der das Fest auf "Stimmung pur" reduziert. Mit Händels
"Messias" stellte die Ev. Kantorei Siegen unter Leitung von KMD Ute
Debus, die den gut aufgelegten Chor und die präzise und gestaltend
spielende Camerata instrumentale nuanciert und mit Augenmerk auf
musikalische, inhaltliche und dramatische Details dirigierte, das
Weihnachtsfest in einen heilgeschichtlichen Zusammenhang, der die
universale Bedeutung der Heiligen Nacht unterstrich...
Siegener Zeitung, 18.12.06
In der gut besuchten evangelischen Kirche in
Hilchenbach brachte die Evangelische Kantorei Siegen unter der
Gesamtleitung von Kirchenmusikdirektorin Ute Debus als 999.
Kantorei-Konzert den "Messias" von Georg Friedrich Händel in der
Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung...
Westfalenpost, 18.12.06
"Das tausendste Konzert der Evangelischen
Kantorei"
Das tausendste Konzert der Evangelischen Kantorei -
die letzte Veranstaltung des Siegener Mozart-Festivals. Und das mit
Händels "Messias" in der total besetzten Haardter Kirche. Oder müsste
man sagen: mit Mozarts "Messias"? Denn Mozarts Verschiebung des barocken
Großwerks in die Klassik macht aus dem Ursprünglichen etwas Neues...
Auch der Chor hat diesen stilistischen Schritt von Händel in Richtung
Mozart gewagt und hörbar gemacht... Manche Chöre wirkten kaum noch
barock, weil sie sich aus innerer Bewegung und scheinbar frei im Raum
schwebend den Hörern mitteilten: "Denn die Herrlichkeit Gottes des
Herrn" etwa oder "Denn durch seine Wunden sind wir geheilet"...
Westfälische Rundschau, 19.12.06
Duruflé-Requiem
"Absolute Intonationssicherheit"
Die capella cantabilis aus Siegen sang unter der
souveränen Leitung von Ute Debus im Dom zu Verden. Schon bei der zu
Anfang gesungenen Missa Brevis des norwegischen Komponisten Knut Nystedt
gelang Ute Debus eine sich klanglich und dynamisch entwickelnde
Interpretation, bei der eine weitere Besonderheit des Chores deutlich
hervortrat: die absolute Intonationssicherheit, die speziell in diesen
Werken der Spätromantik durch die zum Teil neomodalen harmonischen
Wendungen höchste Anforderungen an die Interpreten stellt. ... Beim
abschließenden Werk des Programms, dem Requiem von Duruflé, ...
sangen Chor und Solisten von der Empore der romantischen Orgel. ... Die
klangliche Qualität des Chores wurde zusätzlich durch die
hervorrangenden Leistungen der beiden Chormitglieder Michael Utsch
(Bariton) und besonders Ursula Schäfer (Mezzosopran) in ihren
solistischen Aufgaben demonstriert. Diese capella cantabilis aus Siegen
möchte man in Verden gerne noch einmal hören.
Verdener Aller-Zeitung, 28.11.06
J.M. Haydn: "Requiem in c", W.A. Mozart:
"Requiem d-moll"
"Ev. Kantorei Siegen führte Requiem-Vertonungen
von Michael Haydn und Wolfgang A. Mozart auf"
Der direkte Vergleich der zwei wichtigsten
Requiem-Vertonungen der Wiener Klassik machte den besonderen Reiz eines
gelungenen Beitrags der Evangelischen Kantorei zum Siegener Mozart
Festival aus. ... Dynamik und nicht Atemlosigkeit prägte die
Interpretation der beiden Werke, dazu, besonders bei Mozarts Requiem,
eine bei aller Dynamik feierliche Grundhaltung ohne interpretatorische
Extreme und Manierismen ... Stand bei Haydn, dessen Requiem-Partitur
Mozart für die Uraufführung kopierte, der Chor unangefochten im Zentrum
des musikalischen Geschehens, unterschied sich das im Anschluss daran
wiedergegebene Mozart-Requiem zuerst einmal ohrenfällig durch eine
gleichgewichtigere Aktivität der drei Gruppen, Chor, Orchester und
Soloquartett. ...
Siegener Zeitung, 15.11.06
"Besucher in der übervollen Kirche spendeten
lange und dankbar Beifall"
... So war auch die Interpretation durch Ute Debus zu
verstehen, die beim Mozart-Werk ihrem Chor Ausdruck-Bemühungen
abverlangte, die über das übliche Maß hinausgingen. Und der Chor konnte
ihre Intentionen umsetzen. Erstaunlich dabei, dass auch dort, wo das
technische Vermögen an Grenzen stoßen musste und emotionale Anteile zu
gesteigerter Wirkung kamen, die gestalterische Disziplin gewahrt blieb.
...
Westfälische Rundschau, 15.11.06
Rundfunk-Auftritt: "capella cantabilis" und
Blechbläserensemble "pro musica sacra" - Chorgesang und Bläserklang
"stilvoll und rund im Gesamtklang"
Renaissance trifft Moderne. Die capella cantabilis
sang im ersten Teil alte Werke: geistliche Musik von Schütz, Viadana und
Sweelinck - sehr stilvoll und rund im Gesamtklang [...] Großes Interesse
weckte eine Uraufführung von "Psalm 1" des 16jährigen Stephan Quandel
aus Neunkirchen [...] Das Werk war für die Vokalisten nicht einfach,
aber es bot aus seiner Substanz Gestaltungsmöglichkeiten [...] Ein
Konzertmitschnitt wird von WDR3 am 25.5.2006 gesendet.
Westfälische Rundschau, 15.5.06
"wunderbare Werke"
... Unter dem präzisen und engagierten Dirigat von KMD
Ute Debus trug der Chor, immer im Wechsel mit reinen Bläserstücken,
wunderbare Werke vor, die auf den Sonntag Kantate (Singt dem Herrn ein
neues Lied) bezogen waren...
Siegener Zeitung, 15.5.06
J. S. Bach "Matthäus-Passion"
"gesteigerte Hervorhebung der Affekte"
Hohelied der Liebe und des Glaubens - Ute Debus erhob
Bachs Matthäus-Passion zum Inbegriff der menschlichen Heilsgeschichte.
[...] Ein stark ausgeprägter Hang zur Dramatik äußerte sich weniger in
den Tempi, als in gesteigerter Hervorhebung der Affekte, also der
"Klangrede". Dieses galt gleichermaßen für die holzschnittartige
Kantigkeit, mit der die fabelhafte Kantorei die Volkschöre hinstellte,
als auch für die Choräle, die sich tröstlich gefestigt über das Leid
hinwegsetzten.
Siegener Zeitung, 4.4.06
"ein herausragendes kirchenmusikalisches
Ereignis!"
Bachs Matthäus-Passion in der voll besetzten Haardter
Kirche - gesungen von der Evangelischen Kantorei und einem
Solistenquintett, instrumental musiziert vom Barockorchester L'arco
unter der Leitung von Ute Debus: ein herausragendes kirchenmusikalisches
Ereignis!
Westfälische Rundschau, 4.4.06
"Erlebnis ganz besonderer Art"
Evangelische Kantorei bot Matthäus-Passion in
brillantem Konzert mit gesanglicher Klangfülle [...] Gesangliche
Perfektion sowohl des großartigen Chores, der hoch qualifizierten
Solisten und die einzigartige Klangfülle des herausragenden Orchesters
ließen das musikalische Meisterwerk von Johann Sebastian Bach zu einem
Erlebnis ganz besonderer Art werden.
Westfalenpost, 4.4.06
Monteverdi "Marienvesper"
"souveräne und stilkritische Deutung"
Sträflich vernachlässigt wurde lange Zeit Monteverdis
Kirchenmusik. [...] Begabt mit viel Sinn für die rechte Tat zur rechten
Zeit hat Ute Debus dieses außergewöhnliche - Bachs und Beethovens Messen
durchaus ebenbürtige - Werk in den Mittelpunkt der diesjährigen
Weihnachtskonzerte gestellt [...] Ute Debus und alle Mitwirkenden haben
mit ihrer souveränen und stilkritischen Deutung ihren Beitrag geleistet
und höchste Lorbeeren verdient.
Siegener Zeitung, 18.12.05
"ein großes Konzert"
Chor, Gesangs- und Instrumentalsolisten fanden sich
unter Leitung von Ute Debus zu einem großen Konzertereignis [...]
Urplötzliche Wechsel der musikalischen Parameter: nie vorhersehbar, wann
wieder ein Dreiertakt beginnen wird, wann ein Echo einsetzt, wann eine
lange Pianissimophase anhebt - das alles wirkt organisch und hat in
jedem Moment durch und durch Kunstcharakter. Das verlangt von allen
Beteiligten ein Maximum an Gestaltungsfähigkeit. Weil die gegeben war,
kam ein großes Konzert zustande.
Westfälische Rundschau, 18.12.05
J. S. Bach "Actus tragicus" und weitere
Trauerkantaten
"natürlich und fein"
Bei diesen Aufführungen erwies sich nicht nur die
ungewöhnlich kleine Besetzung in Chor und Orchester (elf Vokalisten plus
max. acht Instrumentalisten) als passend, welche die Kantaten mit ihrer
herbstlichen Thematik vor allem klanglichem Übermaß bewahrte, als
angemessen erwies sich auch der ausschließliche Einsatz barocker
Instrumente (darunter etwa die Viola da gamba), die den modernen
Instrumenten gegenüber den Vorzug haben, über eine natürliche, vornehme
Dämpfung und einen feinen, weniger vordergründigen Klang zu verfügen.
Mit natürlich und fein wären zugleich auch die Leistungen der ausübenden
Musiker beschrieben [...] Capella cantabilis und Via Antiqua folgten der
Musik mit demütigem Lauschen auf das, was sie an Vielfalt in sich trägt…
und überließen sich willig der natürlichen Bewegung der Kompositionen,
was der Wirkung zugute kam und den Eindruck verstärkte.
Siegener Zeitung, 8.11.05
"überzeugte mit vollem, abgerundeten Klang"
Capella cantabilis mit Trauerkantaten [...] Einmal
mehr zeigte dieses herausragende Ensemble mit Sängerinnen und Sängern
der Ev. Kantorei Siegen, dass es im Chorgesang in der Region das Maß
aller Dinge ist. [...] Die capella cantabilis überzeugte mit vollem,
abgerundeten Klang, ließ die Musik atmen.
Westfälische Rundschau, 8.11.05
Mendelssohn - Herchenröder - Honegger
"Kolossales Klanggemälde"
Evangelische Kantorei begeistert mit Honeggers "König
David" [...] Unter der zupackenden Leitung von Ute Debus gelang es der
Evangelischen Kantorei und der Philharmonie Südwestfalen, das
facettenreiche Leben Davids wie einen breiten farbenprächtigen
Klangteppich auszurollen und als reiches, üppiges Tongemälde erscheinen
zu lassen. Einen wesentlichen Anteil an der Farbigkeit und Üppigkeit des
Gesamteindrucks hatte neben der gut disponierten Kantorei mit ihrem
vollen, geschlossenen Chorklang ganz unzweifelhaft auch Marietta
Zumbült, deren warme, frei schwingende, weit strahlende Sopranstimme
kraftvoll und zugleich mühelos Chor und Orchester umspannte, ja
majestätisch überflügelte, wie man es von einem Verkündigungsengel ja
auch mit Fug und Recht erwarten kann.
Demgegenüber gab sich David Gravenhorst als Erzähler der
Lebensgeschichte Davids betont nüchtern und vermied es, sich bei seinem
Vortrag exaltierten Gefühlsausbrüchen hinzugeben. Den Gefühlsausbruch
übernahm die Altistin Bhawani Moennsad, in jener Szene, in der die Hexe
von Endor durch raunenden Sprechgesang dem ratlosen Saul die Gestalt des
alten Samuel aus dem Totenreich heraufbeschwört. Moennsads schöne weiche
Altstimme kam darüber hinaus auch gut in "Davids Hirtenlied" und im
"Gesang der Dienerin" zur Geltung, wenngleich es ihr stellenweise nicht
ganz gelang, sich gegenüber dem kraftstrotzenden Orchester ausreichend
Gehör zu verschaffen. Johannes Klüser, zuständig für den Psalmengesang
in tenoraler Lage, erwies sich als zuverlässiger Solist mit sicherer
Höhe.
Insgesamt war der prachtvolle musikalische Durchmarsch durch das Leben
des Königs vielleicht von einem gewissen Übergewicht des
Orchesterapparats bestimmt, was aber insofern nicht besonders ins
Gewicht fällt, als Honegger die einzelnen Instrumente seines reichlich
bestückten Orchesters dankenswerterweise mit so viel ohrenschmeichelnden
Gesangslinien und interessanten Begleitfiguren ausgestattet hat, dass
man auch an einem beherzt aufspielenden Orchester wie der Philharmonie
Südwestfalen seine helle Freude hat. Helle Freude hatte offensichtlich
auch das Publikum, das den königlichen Konzertabend im Gläsersaal mit
großzügig gespendetem Applaus bedachte.
Siegener Zeitung, 18.10.05
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